Bildung im Ausland
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Dann kannst du ein Auslandspraktikum während deiner Ausbildung in Europa absolvieren. Für zwei bis vier Wochen fördert Erasmus+ deinen Auslandsaufenthalt, wenn dein Betrieb dich für diesen Zeitraum freistellt.
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Bild: Leon v. Hassel
Erfahrungsbericht ERASMUS+ auf Malta
von Julia Schulte-Fabry (22, Tischlerin)
Moin! Ich bin Julia, Auszubildende Tischlerin im 2. Lehrjahr und habe mein Auslandspraktikum im Sommer 2025 auf Malta zum Ende des zweiten Lehrjahres gemacht.
Nach Einreichung der Bewerbung wurden die Vorbereitungen für die Reise von Erasmus+ sehr gut organisiert. Und so ging es dann am Freitag, den 18. Juli für mich los nach Malta, wo ich am Nachmittag gelandet bin und dann das Wochenende noch vor mir hatte. Die Flugdaten habe ich extra so gelegt, um erst einmal richtig anzukommen und das Land schon mal etwas kennenzulernen. Schnell habe ich gemerkt: die Hitze habe ich unterschätzt! Meine Zimmergenossin, die schon eine Woche dort war und auch aus Deutschland kam, hat mir dann die wichtigsten Sachen gezeigt und Malta-Überlebenstipps gegeben.
Am Montag ging es dann los: Sabrina Stella hat uns nochmal alle wichtigen Informationen über Malta gegeben und ist gemeinsam mit uns zu den Betrieben gefahren, bei denen wir die nächsten drei Wochen verbringen sollten. Dass sie dabei war als wir unsere neuen „Chefs“ kennenlernten, hat uns allen etwas Nervosität genommen und die Sache entspannter gemacht
Wir besprachen Arbeitszeiten und -wege und am Dienstag hatte ich dann meinen ersten richtigen Tag in der „CDF customized furniture“ Tischlerei bei etwa 35 Grad (mittags bis 40), was sehr gewöhnungsbedürftig war. Der Chef und sein Mitarbeiter waren sehr dankbar, dass jemand da war, um zu unterstützen.
Unter anderem arbeiteten wir an einer maßgefertigten Schlafzimmer Einrichtung über sechs Meter Länge. Wenn ich dabei nicht helfen konnte, war es meine Aufgabe ein Nähschränkchen aus den 1950ern, dass mit sehr edlem Holz furniert war, aufzubereiten. Außerdem habe ich Schubkästen verleimt und geschliffen, Vollholzkanten geklebt, Türen gekittet und im allgemeinen bei allen anfallenden Aufgaben unterstützt.
Besonders spannend war es mit auf eine Baustelle zu gehen und dort ein paar Badezimmer Möbel zu montieren. Dabei konnte ich einen Einblick in sehr alte maltesische Architektur von Wohnhäuser gewinnen.
Alles in einem kann ich sagen, dass ich sehr dankbar für diese Erfahrung bin, durch die ich nicht nur beruflich sondern auch persönlich wachsen konnte. Sich mal ein paar Wochen in einem anderen Land aufzuhalten, sich dort zu orientieren, mit den Einheimischen zu interagieren, die Kultur & die Sprache kennenzulernen, das Essen zu probieren und das Land selber zu erkunden, kann ich nur jedem empfehlen, da es (zumindest mir) in vielen Bereichen nun einfacher fällt offener zu sein und Ängste zu überwinden.
Außerdem ist es ein so großes Privileg EU-Bürger zu sein und so einfach in andere schöne EU-Länder reisen zu können (es verlief wirklich reibungslos), weshalb es sich lohnt davon Gebrauch zu machen.
Tipps für zukünftige Malta-Reisende: mit genug Sonnencreme geht alles gut!
Europatag
Insbesondere der russische Angriffskrieg und die Folgen für Europa waren von besonderem Interesse.

Comenius Regio Projekt



